Pensionskasse Kanton Solothurn

Das Wichtigste in Kürze!

Neueintritt

Aufnahmebedingungen

Die obligatorische Aufnahme der Arbeitnehmenden in die PKSO stützt sich auf das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Von der obligatorischen Versicherungspflicht ausgenommen sind insbesondere:

  • Arbeitnehmende mit einem befristeten Arbeitsverhältnis von höchstens drei Monaten
  • Arbeitnehmende, die nebenberuflich tätig sind und bereits für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit obligatorisch versichert sind oder im Hauptberuf eine selbstständige Tätigkeit ausüben (z.B. Anwälte).

Ablauf

Nach der Anmeldung durch den Arbeitgeber wird der zu versichernden Person die Aufnahme bestätigt. Die Neuangemeldeten erhalten das Schreiben «Herzlich willkommen» mit einem Formular, auf dem weitere Angaben zur Person und zum Gesundheitszustand verlangt werden. Dem Schreiben beigelegt ist der Vorsorgeausweis und, falls die Möglichkeit besteht, die Berechnung mit dem freiwilligen maximal möglichen Einkaufsbetrag.

Freizügigkeitsleistung (FZL)

Das Begrüssungsschreiben der PKSO enthält einen Einzahlungsschein für die Überweisung der Freizügigkeitsleistung. Dieser soll der Vorsorgeeinrichtung des vorherigen Arbeitgebers übergeben werden. Diese ist verpflichtet, eine Austrittsabrechnung zu erstellen und die Freizügigkeitsleistung an die PKSO zu überweisen.

Freiwilliger Einkaufsbetrag

Als Einkaufsbetrag gilt die Differenz zwischen dem vorhandenen Altersguthaben und dem prozentualen Richtwert des Altersguthabens jeweils per Ende des Versicherungsjahres gemäss Anhang zum Vorsorgereglement. Der ermittelte Wert wird auf den Beginn des Versicherungsjahres abgezinst. Die Höhe des freiwilligen maximalen Einkaufsbetrages wird im Vorsorgeausweis ausgewiesen.

Mutationen

Meldung durch den Arbeitgeber

  • Lohn-/Pensenänderung (sofern sich der Lohn während des Kalenderjahres, gegenüber einem 100%-Pensum, um mehr als 20% verändert)
  • Unbezahlter Urlaub von mehr als 7 Tagen

Meldung durch die versicherte Person

  • Adressänderung
  • Anmeldung Lebenspartnerrente
  • Zivilstandsänderung (§ 31 Vorsorgereglement)
  • Namensänderung
  • Meldung einer begünstigten Person im Todesfall
  • Geburt eines Kindes der versicherten Person (§ 32 Vorsorgereglement)

Austritt

Ablauf

  • Der Arbeitgeber meldet der PKSO den Austritt so früh als möglich.
  • Von der versicherten Person verlangt die PKSO Angaben zur Überweisung der Freizügigkeitsleistung.

Freizügigkeitsleistung (FZL)

Die versicherte Person erhält beim Austritt eine Abrechnung über die FZL. Diese wird an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers überwiesen. Falls die austretende Person nicht unmittelbar in eine neue Vorsorgeeinrichtung übertritt, wird mit der FZL, je nach Wunsch des Versicherten, ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank oder eine Freizügigkeitspolice bei einer Versicherung eröffnet.

Barauszahlung

Eine Barauszahlung ist nur möglich, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit, die im Hauptberuf ausgeübt wird.
  • Definitives Verlassen der Schweiz (Bilaterale Abkommen mit der EU beachten).
  • Freizügigkeitsleistung bei Austritt beträgt weniger als ein Jahresbeitrag.

Bei Verheirateten muss das Gesuch für eine Barauszahlung vom Ehepartner*/ bzw. von der Ehepartnerin mitunterzeichnet werden.

Versicherungsschutz/Nachdeckung

Bis zum Beginn eines neuen Vorsorgeverhältnisses, längstens aber während 31 Tagen, besteht ohne Beitragspflicht Deckung für die Risikoleistungen (Invalidität, Tod). Bei der PKSO ist keine freiwillige Versicherung möglich.

Wohneigentumsförderung (WEF)

Grundsatz

Das persönliche Altersguthaben kann nur für selbstgenutztes Wohneigentum eingesetzt werden, wie:

  • Erstellung von Wohneigentum
  • Kauf von Wohneigentum
  • Amortisation von bestehenden Hypothekardarlehen
  • Wertvermehrende Investitionen an bestehendem Wohneigentum
  • Erwerb von Anteilscheinen einer Wohnbaugenossenschaft oder ähnlichen Beteiligungen

Möglichkeiten für WEF

Vorbezug

Der Vorbezug bringt zusätzliches Eigenkapital und damit eine tiefere Hypothekarzinsbelastung.

Mindestsumme und Bezugsfrist:
Die Mindestsumme für den Vorbezug beträgt CHF 20 000.–. Er kann alle 5 Jahre getätigt werden. Die  Auszahlung hat direkt an den Verkäufer, Darlehensgeber oder Ersteller zu erfolgen.

Sicherstellung:
Zur Sicherstellung des Vorsorgezweckes muss im Grundbuch eine Veräusserungsbeschränkung eingetragen  werden.

Rückzahlung:
Beim Verkauf des Wohneigentums ist der Vorbezug zurückzuzahlen, sofern ein Verkaufserlös erzielt wird. Eine Rückzahlung ist bis zur Vollendung des 62. Altersjahres möglich. Mit der teilweisen oder vollständigen Rückzahlung des Vorbezuges (mind. CHF 20 000.–) erhöhen sich die Vorsorgeleistungen.

Steuern:
Auf dem Vorbezug wird im Zeitpunkt des Bezuges eine einmalige, vom übrigen Einkommen gesonderte Steuer erhoben. Bei der Rückzahlung des Vorbezuges wird die Steuer, ohne Zins, zurückerstattet.

Kosten:
Sämtliche Kosten (z.B. Grundbuchgebühren) gehen direkt zulasten der versicherten Person. Für die administrative Abwicklung durch die PKSO wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben.

Verpfändung

Eine Verpfändung erleichtert der versicherten Person die Aufnahme von zusätzlichem Fremdkapital. Verpfändet werden kann die gesamte Freizügigkeitsleistung und der Anspruch auf Vorsorgeleistungen. Im Gegensatz zum Vorbezug werden keine Barmittel beansprucht, und somit bleiben die im Vorsorgeausweis ausgewiesenen Vorsorgeleistungen erhalten.

Eine Verwertung des Pfandes erfolgt auf Verlangen des Pfandgläubigers. Eine Verpfändung löst keine Steuer aus. Für die administrative Abwicklung durch die PKSO wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben.

Zur Verfügung stehende Mittel
Bis zum 50. Altersjahr ist ein Vorbezug/eine Verpfändung der gesamten Freizügigkeitsleistung möglich. Ab Alter 50 darf höchstens die Freizügigkeitsleistung, auf die im Alter 50 Anspruch bestanden hat, oder die Hälfte der aktuellen Freizügigkeitsleistung, vorbezogen/verpfändet werden.
Fristen
Vorbezug und Verpfändung sind höchstens bis zum vollendeten 62. Altersjahr möglich.
Formalitäten
  • Der Vorbezug oder die Verpfändung ist mit dem Gesuchsformular der PKSO, zusammen mit den erforderlichen Unterlagen, zu beantragen.Ein Merkblatt sowie das Gesuchsformular können auf der Homepage der PKSO heruntergeladen werden.
  • Bei Verheirateten ist die Zustimmung des Ehepartners* / der Ehepartnerin erforderlich.

Rentenleistungen

Altersrente

Ablauf Der Arbeitgeber teilt uns den Zeitpunkt des Altersrücktritts mit. Dieser wird der demissionierenden Person von der PKSO bestätigt. Einen Monat vor der Pensionierung verschickt die PKSO die Anmeldeformulare mit einer provisorischen Berechnung der Altersleistungen. Die definitiven Altersleistungen werden in einem Beschluss festgehalten.
AltersrenteNach dem vollendeten 58. Altersjahr besteht Anspruch auf Altersleistungen. Das im Zeitpunkt des Altersrücktritts vorhandene Altersguthaben wird mit dem entsprechenden Umwandlungssatz in eine lebenslängliche Altersrente umgewandelt. Die voraussichtliche Altersrente im Alter von 60, 62, 64 und 65 Jahren kann dem Vorsorgeausweis entnommen werden. Für jedes andere Rücktrittsdatum erstellt die PKSO auf Anfrage eine voraussichtliche Berechnung.
Kapitalabfindung

Höchstens 40% des zum Zeitpunkt des Altersrücktritts vorhandenen Altersguthabens kann als Kapital ausbezahlt werden. Das verbindliche Gesuch muss der PKSO mindestens 1 Jahr vor dem effektiven Altersrücktritt eingereicht werden.
Bei verheirateten Versicherten muss das Gesuch vom Ehepartner*/bzw. von der Ehepartnerin mitunterzeichnet sein.

AHV-Ersatzrente

Der Anspruch auf die AHV-Ersatzrente entsteht ab Vollendung des 58. Altersjahres und dauert längstens bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters oder bis zum Vorbezug der AHV-Rente.

Höhe:
Die AHV-Ersatzrente entspricht der maximalen Altersrente der Eidg. AHV (massgebend für die Festsetzung der Betragshöhe ist der durchschnittliche Beschäftigungsgrad der letzten 10 Jahre).

Finanzierung:
Die AHV-Ersatzrenten, die vor dem 60. Altersjahr bezogen werden, sind zu 100% vom Versicherten zu finanzieren. Ab dem 60. Altersjahr erfolgt die Finanzierung gemäss den Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) und dem PKSO Vorsorgereglement. Der von den Versicherten zu leistende Finanzierungsanteil wird ab Erreichen des AHV-Alters mittels einer lebenslänglichen Kürzung der PKSO-Altersrente zurückbezahlt.

Invalidenrente


AblaufRechtzeitig vor Ablauf der einjährigen Lohnfortzahlung setzt uns der Arbeitgeber über die Arbeitsunfähigkeit in Kenntnis. Im Krankheitsfall wird die Ausrichtung von Krankentaggeldleistungen gemäss GAV abgeklärt.Da die langandauernde Arbeitsunfähigkeit zu einer Invalidität führen kann, wird eine Anmeldung bei der Eidg. Invalidenversicherung vorausgesetzt. Die Ausrichtung von Invalidenleistungen der PKSO ist abhängig vom Entscheid der Eidg. Invalidenversicherung. Eventuelle PKSO-Invalidenleistungen werden erst nach Vorliegen der IV-Verfügung erbracht.
InvalidenleistungenDie voraussichtlichen Invalidenleistungen sind aus dem jährlichen Vorsorgeausweis ersichtlich.

Hinterlassenenleistungen

Ablauf
Ein Todesfall ist der PKSO durch den Arbeitgeber umgehend zu melden. Die PKSO nimmt mit den Hinterbliebenen Kontakt auf und stellt ihnen für die Prüfung des Anspruchs auf Hinterlassenenleistungen das Rentenanmeldeformular zu.
Leistungen im Todesfall
Im Todesfall können an die Hinterbliebenen folgende Leistungen ausgerichtet werden:
  • Rente an Ehepartner/-in, Lebenspartner/-in, eingetragene/n Partner/-in*
  • Waisenrente
  • Kapitalabfindung
  • Todesfallkapital
  • Rentenleistung an geschiedene Ehegatten

Rente an die überlebende Person:
Sind die Voraussetzungen nach dem PKSO Vorsorgereglement erfüllt, besteht für die überlebende Person Anspruch auf eine Hinterlassenenrente. Per 1.1.2012 hat die PKSO die Lebenspartnerrente eingeführt. Die Anspruchsvoraussetzungen sind dem Merkblatt über den Anspruch auf eine Lebenspartnerrente zu entnehmen, welche auf der Homepage der PKSO heruntergeladen werden können.Die Hinterlassenenrente beträgt 70% der Invalidenrente.

Waisenrente:
Muss die überlebende Person nach dem Tod der versicherten Person für den Unterhalt mindestens eines Kindes oder Pflegekindes aufkommen, besteht Anspruch auf eine Waisenrente. Pro Kind beträgt die Waisenrente 20% der Invalidenrente.

Todesfallkapital:
Sofern die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Hinterlassenenrente nicht erfüllt sind, wird ein Todesfallkapital ausbezahlt. Dieses ist abhängig vom vorhandenen Altersguthaben. Im Minimum wird ein Todesfallkapital von CHF 10 000.– ausgerichtet, im Maximum der versicherte Jahreslohn.

Die voraussichtlichen Hinterlassenenleistungen sind aus dem jährlichen Vorsorgeausweis ersichtlich.

Kontakt

Pensionskasse Kanton Solothurn
Dornacherplatz 15
Postfach
4501 Solothurn
www.pk.so.ch
Telefon 032 627 89 11
Telefax 032 627 89 10
E-Mail: info@pk.so.ch
Detaillierte Informationen zum PKSO Vorsorgereglement, Erklärungen zum Vorsorgeausweis usw. sind auch im Internet unter www.pk.so.ch abrufbar.